Brustvergrößerung
Viele Frauen sind mit ihrer Körbchengröße unzufrieden und sehen eine Brustvergrößerung als Chance an, wieder mehr Selbstbewusstsein und persönliche Zufriedenheit zu erhalten. Jedoch nehmen auch Frauen, die Brustkrebs hatten und denen eine Brust oder beide amputiert wurden, dieses Angebot wahr. Der dritthäufigste Grund, eine Brustvergrößerung vornehmen zu lassen, ist, nach einer Schwangerschaft das Brustgewebe wieder straffen lassen zu wollen. In Deutschland werden jährlich im Schnitt 25.000 Brustvergrößerungen durchgeführt - mit steigender Tendenz.
Spezialist hierfür ist ein Facharzt für Plastische Chirurgie.
Wenn die Frauen diesen aufgesucht haben, wird zunächst ein Fachgespräch durchgeführt, in welchem die Patientin über das technische Vorgehen und die Risiken aufgeklärt wird. Die Operation wird meist in Vollnarkose durchgeführt. Vom Facharzt wird dann ein Hautschnitt gemacht und das Brustgewebe angehoben, so dass eine Implantattasche entsteht, in welche das Silikon oder Kochsalz eingesetzt werden kann.
Der Eingriff ist nicht unproblematisch: Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Verhärtung des Gewebes kommt ("Kapselfibrose"), liegt bei immerhin 15 Prozent. Bei dieser Komplikation verformt sich die Brust. Die Patientin verspürt deutliche Schmerzen.
Ebenso kann es passieren, dass die Brüste nach der Operation asymmetrisch sind, weil die Implantate unter Umständen verrutschen können. Zudem halten die Implantate nur ca. 10 Jahre. Danach müssen sie rausgenommen und durch neue ersetzt werden.
Weitaus geringer ist das Risiko der Infektion. Es liegt bei 2-2,5 Prozent. Dennoch kann es sehr gefährlich werden, weil sich diese Infektion über Jahre hinweg langsam einschleichen kann und oftmals zu spät bemerkt wird.
Wer seine Brüste aus rein ästhetischen Gründen vergrößern lassen möchte, muss die Kosten für diesen Eingriff selbst bezahlen. Die Krankenkasse steuert keinen Teil dazu bei. Die Kosten für Brustvergrößerungen liegen bei 3.500 Euro aufwärts.