Legasthenie

Das Wort Legasthenie kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt Leseschwäche. Wer von Legasthenie betroffen ist, kann Gesprochenes nicht verschriftlichen und umgedreht. Also handelt es sich um eine Lese-Rechtschreib-Schwäche.
In Deutschland leiden ungefär fünf Millionen Menschen an Legasthenie. Dabei sagt das rein gar nichts über die Intelligenz eines Menschen aus. Dennoch werden gerade Kinder und Jugendliche deswegen in der Schule oft verspottet.
Die Ursachen von Legasthenie können unterschiedlich sein. Aber allgemein geht man von einer Störung in der Wahrnehmungsverarbeitung aus. Eine Legasthenie äußert sich vor allem darin, dass die Betroffenen beim Schreiben Buchstaben verdrehen, die Wörter in einer falschen Reihenfolge aufschreiben oder Wörter aussparen. Die integrierte Lesestörung macht sich durch ein geringes Leseverständnis, ein niedriges Lesetempo und Wortaussparungen beim Vorlesen bemerkbar.
Wenn Eltern glauben, dass ihr Kind an Legasthenie erkrankt ist, sollten sie zunächst einen Arzt aufsuchen, um eine organische Erkrankung, wie in etwa Schwerhörigkeit oder Fehlsichtigkeit, ausschließen zu können. Auch ob eine seelische oder psychische Belastung vorliegt, gilt es zunächst zu klären. Wenn jedoch keiner dieser Fälle eintritt, muss der Arzt den Leistungsstand des Kindes mit Hilfe eines standardisierten Verfahrens herausfinden und beurteilen.

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