Legionellen
Legionellen sind stäbchenförmige Bakterien, die im Wasser - vorzugsweise Süßwasser - vorkommen. Sie vermehren sich, wenn ihre optimalen Bedingungen - Süßwasser, Temperatur zwischen 25-50° C und Frischwassernachreichung - gegeben sind. Das sind Orte wie zum Beispiel Luftwäscher in Klimaanlagen, Kühltürme und Warmwassererzeugungs- und -verteilungsanlagen. Wegen ihrer natürlichen Verbreitung kommen Legionellen auch vereinzelt im Grundwasser vor. Daher ist es selbstverständlich, dass im von den Wasserwerken geliefertem Trinkwasser Legionellen vorhanden sein können.
1976 haben die Legionellen in Philadelphia in den USA eine richtige Epedemie ausgelöst. Damals war die Ursache der "Legionärskrankheit" noch ungeklärt. Ausgelöst werden durch die Bakterien Lungenentzündungen und häufig kommt es auch zum Tod des Erkrankten. Die letzten beiden Fälle, die größeres Aufsehen erregten, ereigneten sich 1999 in Holland auf einer Blumenschau, bei der 233 Menschen erkrankten und 22 dem Tod zum Opfer fielen. 2001 gab es in Spanien 805 Erkrankungen und 3 Todesfälle - ausgelöst über Kühl- und Klimaanlagen.