Bärlauch
Bärlauch (Lateinisch: Allium Ursinum) ist eine zur Gattung der Zwiebeln und Lauche gehörende Pflanze. Sie ist eine krautige, 20 bis 50 cm hohe Planze mit weiß-lilanen Blüten, die in ganz Europa wild vorkommt. Im Volksmund wird Bärlauch deshalb auch als Waldknoblauch oder wilder Knoblauch bezeichnet. Die Bezeichnung Bärlauch rührt daher, dass die Bären den Bärlauch als eine ihrer ersten Mahlzeiten nach dem Winterschlaf einnehmen.
Für den Menschen hat der Bärlauch eine Bedeutung als würziges Küchenkraut und Heilkraut. Über die Jahre war Bärlauch etwas in die Vergessenheit geraten, erlebt aber seit einigen Jahren eine Renaissance. Vom Geruch ähnelt Bärlauch stark dem Knoblauch. Dieser durch Schwefelverbindungen hervorgerufene markante Geruch ist beim Bärlauch jedoch nicht ganz so stark ausgeprägt wie beim Koblauch.
In der Küche wird Bärlauch hauptsächlich zum Würzen - zum Beispiel in Salaten - verwendet. Dabei kommen nur die kleingehäckselten Blätter zum Einsatz. Bärlauch enthält ungekocht und frisch das meiste Vitamin C und ist somit in dieser Form am gesündesten.
Als Heilkraut wird dem Bärlauch eine reinigende Wirkung zugeschrieben. Er findet häufig bei Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit, Blähungen oder Durchfall Verwendung.