Folsäure

Folsäure ist auch unter den Namen Folinsäure oder Pteroylglutaminsäure bekannt. Sie gehört zu der Gruppe der B-Vitamine. 1941 wurde sie durch Isolierung aus Spinatblättern gewonnen und entsprechend dem lateinischen Wort für Blatt (folium) als Folsäure benannt. Folsäure ist besonders hitze- und lichtempfindlich.
In der Natur kommt die Folsäure hauptsächlich in Vollkornprodukten und Blattgemüsen wie Spinat, Brokkoli oder Spargel vor. Folsäure ist eine sehr wichtige Substanz für den menschlichen Körper, da sie eine Schlüsselrolle bei allen Wachstums- und Entwicklungsprozessen einnimmt.
Folsäuremangel kann beim Menschen zu allerhand verschiedener Krankheiten führen. Besonders schwangere Frauen sollten auf eine ausreichende Zufuhr von Folsäure achten, um die Gefahr von Fehlbildungen am Embryo zu verringern. Neben der Gefahr von Fehlbildungen bei Embryos ist die Arteriosklerose als weitere wichtige Gefahr zu nennen. Bei der Arteriosklerose lagern sich Fette, Kalk und Bindegewebe in den Arterien ab und beginnen diese zu verstopfen. Im Volksmund wird Arteriosklerose deshalb auch als Arterienverkalkung bezeichnet.
Um den sehr häufig zu beobachtenden Folsäuremangel bei der Bevölkerung zu beseitigen, haben einige Länder wie zum Beispiel Kanada oder die USA Gesetze erlassen, die zur Bedingung machen, dass Mehl mit einem Folsäurezusatz angereichert wird. Mehl wird zur Herstellung für viele Grundnahrungsmittel genutzt und stellt somit ein geeignetes Mittel zur flächendeckenden Versorgung dar.

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